Partizipative Spielraumplanung

Ausbildung Partizipative Spielraumplanung

Methodik des Ausbildungsprogramms Partizipative SpielraumplanungSpielraumplanung-RZ

Der Lehrgang Partizipative Spielraumplanung ist als Mentoringprogramm in zwei aufeinander aufbauenden Modulen und im Rahmen der Ausbildung der Kulturdidaktik Stufe II (Kulturdidaktik-Coach) organisiert. Die Praxis der partizipativen Arbeit wird von einzelnen Mentoringphasen durch Co-Counseling und strukturierter Intervision in partizipativen Workshops mit Kindern und Jugendlichen begleitet. Die verschiedenen Schwerpunkte der partizipativen Arbeit werden in Theorie-Einheiten mit konkreten Arbeitsaufträgen gekoppelt, wodurch die praktische Umsetzung jeweils unter einem anderen thematischen Fokus steht. Die Evaluation der individuellen Arbeitsfortschritte findet in supervidierten Arbeitseinheiten zum Thema Qualitätsmanagement statt und mündet in einen laufenden Feedforwardprozess, der den vollständigen Lernzirkel komplettiert. Die Qualifikation für jedes Modul des Lehrgangs Partizipative Spielraumplanung erfolgt nach der Absolvierung der jeweiligen Fortbildungseinheiten, Praxismentorings und individueller Übungszeit.

Modul I

Durchführung von Partizipativen Spielraumplanungsprojekten

Modul II

Koordination von Partizipativen Spielraumplanungsprojekten

Die Teilnahme an der Ausbildung Kulturdidaktik erfolgt auf Einladung des Instituts für Kulturdidaktik.


Die 4 Phasen des Mentoringprogramms partizipative spielraumplanung

1. Input durch Fortbildungseinheiten

Ausbildungsschwerpunkte mit theoretischem Hintergrund zu den verschiedenen Tätigkeitsfeldern in der partizipativen Spielraumplanung werden vermittelt.

2. Praxismentoring

Diese Arbeitsphase ist geprägt durch die Praxisarbeit, die begleitet wird durch eine/n MentorIn, die Arbeit mit der 4V-Methode und einem individuellen Arbeitsauftrag. Der Wechsel zwischen Beobachten und Aktiv-Ausprobieren wird durch Evaluationsbesprechungen, Team-Mentoring und die Methode der vollendeten Zukunft unterstützt. Für die Arbeit steht ein/e MentorIn, sowohl in der Praxis als auch in der individuellen Übungszeit, für Rücksprachen zur Verfügung.

3. Individuelle Übungszeit

Diese Übungszeit dient zur Umsetzung der Zielvereinbarung und Implementierung gewonnener Erkenntnisse. Die Evaluation erfolgt durch Co-Counseling, Monitoring und Praxisdokumentation anhand von Praxis-Checklisten (Ziel, Umsetzungsprotokoll und Selbstkontrolle).


4. Qualifikation

Hierbei stehen Selbstüberprüfung und Selbstaktualisierung sowie die Überprüfung von Qualität anhand vorgegebener Rahmenbedingungen im Mittelpunkt.

Die Qualifikation für jedes Modul des Lehrgangs Partizipative Spielraumplanung erfolgt nach der Absolvierung der jeweiligen Fortbildungseinheiten, Praxismentorings und individueller Übungszeit und schließt mit einem Abschlussgespräch. Die Abschlusszertifizierung des Moduls II erfolgt darüber hinaus nach dem dafür festgelegten Ausbildungsteil und endet mit einem erfolgreich umgesetzten Abschlussbericht gemäß den festgelegten Qualitätsstandards.

Ausbildungsinhalt

1. Grundlagen der Partizipativen Spielraumplanung

  • Rechtliche und inhaltliche Grundlagen der Spielraumgestaltung
  • Spielfunktionen motopädagogische Grundlagen bei der Spielraumgestaltung
  • Didaktischer Aufbau von Spielraumplanungswerkstätten
  • Gestalten mit naturnahen Materialien
  • Materialkunde


2. Qualitätsstandards bei der Gestaltung von Partizipativen Spielraumplanungswerkstätten

  • Entwicklungspsychologische Grundlagen des Spielens
  • Bedürfnisorientierte und genderspezifische Grundlagen der Spielraumgestaltung
  • Partizipative und gruppendynamische Anforderungen bei der Gestaltung von Planungswerkstätten
  • Standard-Umsetzungsabläufe und Workshopleitung während der Spielraumplanungswerkstatt
  • Feedforward und Feedback im Team
  • Qualitätsmonitoring, Evaluation & Intervision


3. Motivation und Ideenfindung

  • Prozesse und Ideenfindung unterstützen mit der 4V-Methode und der Einstreumethode
  • Motivation verstärken durch Rapport, Fokus erweitern und verändern, Paradoxe Intervention
  • Ressourcenorganisation – Organisation von Fähigkeiten, Unterstützung von Fertigkeiten und von individuelle Zugangsweisen
  • Methode der vollendeten Zukunft


4. Moderation

  • Formale Abläufe und Phasen innerhalb eines Spielraumplanungs-Workshops
  • Standardsituationen moderieren:
  • Einstieg & Zusammenfassung, Begrüßung & Verabschiedung
  • Überblick geben & Ziele präsentieren
  • Unterstützung von Prozessen durch Moderation
  • Abläufe & Ergebnisse präsentieren
  • Präsenz
  • ZRMP-Methode nach Norman Taylor
  • Sprechtechnik, Atmung, Stütze, Stimme, Sprachmodulation


5. Animation und Kommunikation

  • Integration von kultur- und spieldidaktischen Ansätzen in der Arbeit in partizipativen Projekten
  • Rahmenorganisation in der Praxis spielpädagogischer Projekte
  • Anleitung zur Selbstorganisation
  • Kommunikationstechniken:
  • Rapport; Fokus erweitern und verändern; Metamodell der Sprache
  • Unterstützen und Ressourcen organisieren
  • Dramaturgie und Metaposition
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