Mediendidaktik

Mediendidaktik

Medien werden in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen häufig genutzt. Wie können Medien genutzt werden, um im Workshop einen vollstängigen Lernzirkel zur Bearbeitung unterschiedlicher Themen zu organisieren? Der Kurs „Mediendidaktik“ vermittelt den TeilnehmerInnen die Kompetenz zur didaktischen Gestaltung und praktischen Umsetzung medienunterstützter Workshoparbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Die Ziele der Ausbildung „Mediendidaktik“ sind:

  • Gestalterische Nutzung von Medien (Film, Radio, Zeitung) in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zur Vermittlung, Erarbeitung und Dokumentation unterschiedlicher Inhalte
  • Vermittlung von Wahrnehmungskompetenz, Handlungskompetenz und Nutzungskompetenz in der Verwendung von Medien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Grundlagen der technischen Medienverarbeitung
  • Qualitätsstandards bei der Gestaltung von Medienbeiträgen
  • Didaktik in medienpädagogischen Workshops
  • Moderation von Prozessen in der mediendidaktikschen Workshops
  • Animation, Motivation und Kommunikation in der mediendidaktischen Workshops

Methodik des Ausbildungsprogramms Mediendidaktik

Das Modul Mediendidaktik der Ausbildung Kulturdidaktik Stufe II „Kulturdidaktik-Coach“ ist als Mentoringprogramm organisiert. Die Praxis der mediendidaktischen Arbeit wird von einzelnen Mentoringphasen durch Co-Counseling, strukturierter Intervision in mediendidaktischen Workshops mit Kindern und Jugendlichen, begleitet. Die verschiedenen Schwerpunkte der mediendidaktischen Arbeit werden in Theorie-Einheiten mit konkreten Arbeitsaufträgen gekoppelt, wodurch die praktische Umsetzung jeweils unter einem anderen thematischen Fokus steht. Die Evaluation der individuellen Arbeitsfortschritte findet in supervidierten Arbeitseinheiten zum Thema Qualitätsmanagement statt und mündet in einen laufenden Feedforwardprozess, der den vollständigen Lernzirkel komplettiert. Die Qualifikation erfolgt in mehreren Schritten jeweils nach dem Abschluss eines Teils des Ausbildungsmoduls „Mediendidaktik“.

Ausbildungsinhalt

1. Grundlagen der Mediendidaktik

  • Technische Grundlagen: Film (Aufnahmetechnik und Studio; Kameratechnik; Schnitt in Adobe Premiere); Zeitung (Layout in Adobe Indesign); Radio (Aufnahme & Mikrofon, Audioverarbeitung in DAW z.B in Magix Samplitude)
  • Endverarbeitung von Medienbeiträgen

 

2. Qualitätsstandards bei der Gestaltung von Medienbeiträgen

  • Gestaltung von Medienbeiträgen mit Kindern und Jugendlichen
  • Standard-Umsetzungsformate für jedes Medium (Interview, Korrespondentenbericht, Umfrage…)
  • Dramaturgie in Film und Radiosequenzen, Inhalt von Medienberichten organisieren
  • Arbeit mit Ton und Musik
  • Tricks in Film, Radio und Zeitung (Photoshoptricks, Trickfilm, Comic…)
  • Umgang mit Zitaten & Quellen

3. Motivation

  • Recherche unterstützen mit der 4 V-Methode und der Einstreumethode
  • Motivation: durch Rapport, Fokus erweitern und verändern, Paradoxe Intervention
  • Tipps & Tricks wenn die Konzentration nachlässt (Interesse wecken, Höhepunkte schaffen, Spezialaufgaben geben, sich von Mitspielern unterstützen lassen, Geheimnisse…)
  • Kompentenzen unterstützen und fördern
  • Ressourcenorganisation (individuelle Zugangsweisen unterstützen)

4. Moderation

  • Werkstatt-Format
  • formale Abläufe und Phasen innerhalb eines mediendidaktischen Workshops
  • Präsenz in der Funktion als DiadaktikerIn
  • ZRMP-Methode nach Norman Taylor
  • Unterstützung von Prozessen durch Moderation (Einstieg, Recherche, Zusammenfassung, Reflexion)
  • Überblick geben & Ziele präsentieren
  • Sprechtechnik, Atmung, Stütze, Stimme, Sprachmodulation

5. Pädagogik und Kommunikation

  • Integration von kultur- und spieldidaktischen Ansätzen in die mediendidaktische Arbeit
  • Rahmenorganisation in der Praxis spielpädagogischer Projekte
  • Orientierungsmuster und Anleitung zur Selbstorganisation
  • Feedforward und Feedback im Team organisiern
  • Kommunikationstechniken (Fokus erweitern und verändern; Metamodell der Sprache)
  • Unterstützen und Ressourcen organisieren
  • Dramaturgie und Metaposition

 

6. Weiterführende Fortbildungen

Im Anschluss an die Ausbildung „Mediendidaktik“ werden weiterführende Fortbildungen angeboten und extra zertifiziert

4 Phasen des Mentoringprogramms

1. Theorie

Ausbildungsschwerpunkte mit theoretischem Hintergrund zu den verschiedenen
Tätigkeitsfeldern werden in der mediendidaktischen Arbeit vermittelt.

2. Praxismentoring

Diese Arbeitsphase ist geprägt durch die Praxisarbeit, die begleitet wird durch einen Mentor, die Arbeit mit der 4V-Methode und einem individuellen Arbeitsauftrag. Der Wechsel zwischen Beobachten und Aktiv-Ausprobieren wird durch Evaluationsbesprechungen, Teammentoring und die Methode der vollendeten Zukunft unterstützt. Für die Arbeit steht ein Mentor, sowohl in der Praxis als auch in der individuellen Übungszeit, für Rücksprachen zur Verfügung.

3. Individuelle Übungszeit

dient zur Umsetzung der Zielvereinbarung und Implementierung gewonnener Erkenntnisse. Die Evaluation erfolgt durch Co-Counseling, Monitoring und Praxisdokumentation anhand von Praxis-Checklisten (Ziel, Umsetzungsprotokoll und Selbstkontrolle)

4. Qualifikation

Hierbei stehen Selbstüberprüfung und Selbstaktualisierung, sowie die Überprüfung von Qualität anhand vorgegebener Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Die Abschlusszertifizierung erfolgt nach einem Abschlussgespräch und erfolgreichem Umsetzen der Qualifikationsarbeit gemäß der festgelegten Qualitätsstandards.

 

Ausbildungsdauer

In der kompakten Mentoring-Ausbildungsform für das Modul „Mediendidaktik“ ist die Ausbildung berufsbegleitend auf 5 Monate angelegt und umfasst 354 Einheiten aus Theorie und Praxis der Mediendidaktik.

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